Am Montagabend, 7. Mai, endete die Visitation von Weihbischof Wilfird Theising in unserer Pfarrei. Mit einem feierlichen Gottesdienst begann der Abend in der Kirche St. Bonaventura in Mühlen.

Ab 20 Uhr versammelten sich eingeladene Gruppen und Gremien zu einem Rückblickgespräch im Pfarrheim | Mühlen. Moderiert durch Stefan Honsel berichtete der Bischof von seinen Gesprächen mit den Hauptamtlichen des Seelsorgeteams. Er sprach von vielen guten Eindrücken. Ebenso lobte er die Gespräche mit den evangelischen Geistlichen, den Vertretern der Kommunen, den Angestellten der Kindertagesstätten und den Angestellten der Pfarrei.

Die Pfarrei werde von verlässlichen Ansprechpartnern mitgetragen, schilderte er.

Besonders hob der Weihbischof die caritatitven Einrichtungen wie die Kleiderkammer in Holdorf und das soziale Kaufhaus in Steinfeld hervor. Diese seien gelebtes Evangelium und für einige bestimmt ein besseres Glaubenszeugnis, als eine Predigt in der Kirche. Das Soziales Kaufhaus in Steinfeld sei zudem ein wichtiger Bestandteil des Ortskerns geworden.

Handlungsbedarf sieht Weihbischof Theising vor allem beim Alten Pastorat in Steinfeld. Es sei zutiefst verständlich, dass sich die Pfarrei ein funktionierendes Pfarrheim wünscht und er trage diesen Wunsch mit nach Vechta.

In einem zweiten Teil des Abends wurden Wortbeiträge aus der Gemeinde gesammelt und besprochen. Kernthema war die Frage, wie weiterhin die Tradition der Kirche vor Ort bestehen kann, aber auch neue Wege gesucht werden können, um Kirche im Leben der Menschen aktuell zu halten.

Neben den vielen Bestätigungen und Wortbeiträgen verwies Wilfried Theising aber auch darauf, dass früher eben nicht alles nur besser gewesen sei. Die glorreichen Zeiten, in denen noch viel mehr Kirchenbesucher und Verbandsmitglieder aktiv gewesen waren, seien ebenso von einem sozialen Druck mitbestimmt worden, der jene verurteilte, die sich nicht in der Pfarrei engagierten. Umso mehr freue sich der Weihbischof, dass diese Zeiten vorüber seien und sich heute jeder in Freiheit für sein Engagement entscheiden können – auch wenn es zu einem Schwund bei Messbesuchen und Vereinsaktivitäten komme. In der Konsequenz bedeute dies, dass man von manchem Abschied nehmen müsse.

Gegen 22 Uhr endete der Abend.  Pfarrer Christian Wölke dankte dem Bischof für seinen Besuch.