Litauen-Hilfe

Die Pfarrgemeinden Holdorf und Handorf-Langenberg unterstützen seit 1998 die Menschen in Pasvitinys: ein kleines Dorf in Litauen, 1700 km von Holdorf entfernt. Die Menschen wohnen dort weit verstreut in einfachen Behausungen und sind zum Großteil weiterhin auf Hilfe angewiesen. Litauen Flagge 
Bei den jährlichen Hilfstransporten, die aus Spendenmitteln finanziert werden, bringen wir benötigte Hilfsgüter für das ganze Dorf inklusive Kinderheim, als auch unsere Arbeitskraft mit. Dort renovieren wir ein Pfarrhaus, welches auch als Pfarrheim genutzt wird. Dem Litauenkreis wohnen ca. 20 Personen bei.

 

Ansprechperson: Angela von Grafen

 

 

Informationen zur Reise im Juni 2012

 

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-> Hilfstransporte nach Litauen

-> Reiseberichte von Litauen

-> Fotos von den Hilfstransporten

-> Aktuelles und Annahmetermine

 

Zur Entstehung der Partnerschaft

Mit der Gründung eines Osteuropa-Ausschusses der Malteser und der Caritas machte der Auslandsreferent der Malteser, Herr Stefan Grabber, der Pfarrgemeinde Holdorf den Vorschlag, eine Partnerschaft in Litauen zu übernehmen.

Im April 1998 besuchte Herr Grabber die Gemeinde Pasvitinys. Gemeinsam mit dem dortigen Pfarrer Vidas bereiste er die Gemeinde. Pfarrer Vidas spricht durch sein Studium in Münster und des längeren Aufenthaltes in Vechta, Maria Frieden sehr gut deutsch.

Nach seiner Rückkehr stellte Herr Grabber uns anhand von Dias dann dieses mögliche Projekt vor:

Wo liegt Pasvitinys ?

Pasvitinys liegt im Norden Litauens, im Dekanat Pakruojis, Diözese Shauliai. Die politische Gemeinde, die gleichzeitig den Einzugsbereich der katholischen Pfarrgemeinde ausmacht, ist ca. 400 km² groß und umfasst etwa 40 kleinere Bauernschaften. Im Kern Pasvitinys leben etwa 800 Einwohner, in der Gemeinde selber ca. 2500. Litauen selbst ist zu 70 - 80% katholisch.

Die Region ist äußerst landwirtschaftlich geprägt und weist einen sehr geringen Entwicklungsstandard auf. Der Boden in der Region ist einer der besten Litauens, so dass neben Roggen und Feldfrüchten auch Weizen und Erbsen angebaut werden können.

Im Bereich der Gemeinde wohnen sehr viele hilfsbedürftige Familien in den einfachsten Behausungen. Sie sind teilweise nicht in der Lage, sich über den täglichen Bedarf hinaus mit Bekleidung zu versorgen. Ein großes Problem ist der Alkohol. Vor allem die Väter sind davon betroffen.

In Pasvitinys gibt es eine Grund- und eine weiterführende Schule. Dort werden mittags ca. 200 Kinder mit einer warmen Mahlzeit versorgt, wobei die Eltern kaum in der Lage sind, die Kosten hierfür aufzubringen. Die Schulküche ist sehr notdürftig eingerichtet. Außerdem gibt es noch 3 dezentrale Grundschulen mit je ca. 20 Kindern und 2 Lehrkräften.

 

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Zur katholischen Pfarrgemeinde Pasvitinys

Die Kirche selbst ist in einem akzeptablen Zustand, bräuchte jedoch einen neuen Farbanstrich. Sie ist den winterlichen Frostschäden ausgesetzt, weil sie wegen fehlender Mittel nicht beheizt werden kann.

Neben der Kirche steht ein altes renovierungsbedürftiges Dechantenhaus. Das Haus hatte ein paar Jahre zuvor ein neues Dach bekommen, damit es vor weiteren Schäden geschützt wurde. Im Erdgeschoß befinden sich 9 Räume, im ersten Stockwerk 8 Räume. Außerdem weist es einen großen Gewölbekeller auf. Fast alle Räume haben große Wasserschäden.

Neben dem Dechantenhaus gibt es noch einen kleinen Stall mit 2 Garagen. Der Pfarrer wohnt in einem kleinen Holzhaus, welches sich auf dem Kirchhof befindet.

Zusätzlich gibt es noch ein Gebäude, das ebenfalls zur Kirche gehört, aber von der politischen Gemeinde unterhalten wird. Dieses wird als Jugendzentrum genutzt und es finden auch hin wieder mal Tanzveranstaltungen o.ä. statt.

 

Pfarrer Vidas hatte für seine Gemeinde folgenden Wunsch:

1. die Gemeinde mit Hilfsgütern wie Bekleidung, Schuhe, warme Decken, Lebensmittel u.s.w. zu unterstützen

2. als langfristiges Ziel das Dechantenhaus zu renovieren und es zu einem kirchlichen Sozialzentrum auszubauen sowohl für die Jugend als auch für die älteren Einwohner Pasvitinys.

 

Bereits im Oktober 1998 brachten wir die ersten Hilfsgüter nach Pasvitinys. Gemeinsam mit Pf. Vidas überzeugten wir uns von der großen Armut in der Gemeinde. Wir besuchten hilfsbedürftige Familien, besuchten Schulen, leerstehende Kolchosen u.s.w. Ebenso besichtigten wir die Kirche und das dazugehörende Dechantenhaus.

Sehr beeindruckt fuhren wir wieder nach Hause und die Entscheidung für eine Partnerschaft stand hiermit eigentlich schon fest. Uns war klar: hier müssen wir wieder hin, hier können wir helfen ! Wir entschieden uns zunächst für eine 5jährige Partnerschaft.

Zur Wegstrecke ist vielleicht noch zu sagen: es sind 3400 km für Hin- und Rückfahrt, mit je 2 Übernachtungen. Eine Übernachtungsmöglichkeit in Nekla, Hotel Polonia, ca. 40 km hinter Posen und eine Übernachtungsmöglichkeit im Kloster in Kaunas. Dort sind wir immer sehr herzlich willkommen.

 

 

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Hilfstransporte nach Litauen

 

 

03.10.1998 - 09.10.1998 1. Hilfstransport 7.500 kg Hilfsgüter
05.06.1999 - 12.06.1999 2. Hilfstransport 10.500 kg Hilfsgüter
16.08.1999 - 22.08.1999 Besuch aus Pasvitinys
13.11.1999 - 20.11.1999 3. Hilfstransport 21.000 kg Hilfsgüter (Heizungsanlage)
27.05.2000 - 03.06.2000 4. Hilfstransport 21.000 kg Hilfsgüter
05.07.2000 - 09.07.2000 Besuch aus Pasvitinys
08.06.2001 - 16.06.2001 5. Hilfstransport 16.000 kg Hilfsgüter (Arbeitseinsatz)
02.07.2001 - 08.07.2001 Besuch aus Pasvitinys
20.06.2002 - 26.06.2002 6. Hilfstransport

18.000 kg Hilfsgüter (Arbeitseinsatz)

Jubiläum in Pasvitinys

13.09.2002 - 16.09.2002 Besuch aus Pasvitinys Pfarrfest in Holdorf
20.06.2003 - 27.06.2003 7. Hilfstransport
27.08.2004 - 04.09.2004 8. Hilfstransport
17.06.2005 - 25.06.2005 9. Hilfstransport
22.06.2006 - 01.07.2006 10. Hilfstransport
22.06.2007 - 28.06.2007 11. Hilfstransport
27.06.2008 - 08.07.2008 12. Hilfstransport  mit Flugreise (36 Personen)
24.06.2009 - 30.06.2009 13. Hilfstransport
02.07.2010 - 10.07.2010 14. Hilfstransport

 

 

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Reiseberichte von Litauen

 

Besuch aus Pasvitinys

Erstmals seit längerer Zeit konnte der Holdorfer Litauenkreis wieder eine größere Besuchergruppe aus der Partnergemeinde Pasvitinys in Litauen begrüßen. Insgesamt 27 Personen waren es, die am vergangenen Donnerstag (14.09.06) gegen 18.30 Uhr beim Pfarrheim in Holdorf eintrafen. Nachdem die Gäste zunächst in die Gastfamilien gefahren waren, fand am Abend die große Willkommensparty bei Familie Müller in Fladderlohausen statt. Auch an den anderen Tagen erwartete die Besucher ein abwechslungsreiches Programm. Ob beim Frühstück mit Bürgermeister Dr. Krug im Rathaus, beim Besuch auf Burg Dinklage oder bei der geführten Busrundfahrt durch die Gemeinde - immer waren die litauischen Gäste sehr interessiert. Ausgiebig nutzte man auch die Gelegenheit, sich auf der gleichzeitig stattfindenden IGEHA-Austellung heimische Betriebe und Unternehmen anzuschauen. Viel zu schnell hieß es am Sonntag schon wieder Abschiednehmen. Hatte man noch am Vormittag die Gottesdienstbesucher bei einem Empfang auf dem Kirchplatz mit Musik und Tanz unterhalten, so traf man sich am Abend mit den Mitgliedern des Litauenkreises zum gemeinsamen Abendessen im Pfarrheim. Litauisches Liedgut, Dankesworte und Geschenke prägten das Beisammensein. Gegen 22.00 Uhr schließlich - eine Stunde später als geplant – machten sich die litauischen Gäste auf die Rückreise. Ein letztes Lied und der Bus mit dem litauischen Kennzeichen fuhr in Richtung Autobahn. Auf ein Wiedersehen in Pasvitinys im Sommer 2007!


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Nachlese zum Litauen-Hilfstransport vom 17. - 25. Juni 2005 ...

... von den Kirchengemeinden ‚St. Peter und Paul’, Holdorf und ‚St. Barbara’, Handorf-Langenberg!

Es handelte sich dieses Mal um den 9. Hilfstransport. Beide Grenzen – sowohl die deutsch-polnische und polnisch-litauische konnten ohne Probleme passiert werden. Wir wurden wieder herzlich aufgenommen. Mit den Dorfbewohnern wurden die mitgebrachten Hilfsgüter abgeladen. Inzwischen gibt es in Pasvitinys auch eine Art „Kleiderkammer“, wo Kleidung und Möbel an bedürftige Personen abgegeben werden. Viele handwerkliche Arbeiten hatten seit unserem letzten Besuch große Fortschritte gemacht. Das Dechantenhaus ist jetzt größtenteils renoviert. Seit dem EU-Beitritt hat sich in den Städten Litauens einiges zum Positiven verändert; in den Dörfern und Gemeinden herrschen jedoch nach wie vor ärmliche Verhältnisse. Unsere Hilfe und Unterstützung ist weiterhin angesagt und die Mitfahrer haben einen erneuten Transport für 2006 eingeplant.

 

 

 

Kleiner Reisebericht zum Hilfstransport vom 27.08. - 04.09.2004 nach Litauen

Nach einem herzlichen Empfang durch Pfr. Gintas und vielen weiteren Gemeindemitgliedern begannen unsere Helfer mit Männern aus Pasvitinys mit der weiteren Renovierung des Pfarrhauses.

Es konnten 7 Fenster und weitere Heizkörper installiert werden. Die Heizung und die Wasserversorgung im Haus funktionieren. Ein Toilettenraum für den öffentlichen Teil des Hauses wurde neu hergerichtet. Zwei Drittel des Erdgeschosses ist soweit renoviert und wird auch genutzt. Ein Kinderchor trifft sich regelmäßig wöchentlich. Jugendliche sowie Messdienergruppen treffen sich ebenfalls zu Gruppenstunden und zur Freizeitgestaltung. Besonders der von uns im letzten Jahr mitgebrachte "Kicker-Automat" wird von Jung und Alt gern genutzt. Die Außenanlagen sind gepflegt. Mit Helfern aus der Gemeinde konnten wir ebenfalls einen neuen Kellereingang schaffen.

Parallel zu den Arbeiten am Pfarrhaus wurden unsere Hilfsgüter aufgeteilt. Drei weitere Orte, die zu Pasvitinys gehören, wurden auch mit Bekleidung versorgt. Dieses regelten die Vorsteher der Gemeinden. Sie brachten zuerst Güter zu besonders hilfsbedürftigen Menschen. Einige weinten vor Freude und bedankten sich für unsere Hilfe mit einem Glas Honig.

Am 1. September waren wir zu Einschulung eingeladen. 8 Kinder wurden sehr feierlich eingeschult. Dank der großen Spendenbereitschaft der Holdorfer und Handorf/Langenberger Schulen und Kindergärten, konnten wir den Neulingen eine mit Süßigkeiten gefüllte "Schultüte" überreichen. Das Schulgebäude wurde im letzten Jahr renoviert und hatte neue Fenster und neue Sanitäranlagen bekommen. Das gesamte Ortsbild machte einen sehr ordentlichen Eindruck; es hat sich vieles zum Positiven entwickelt.

Pfr. Gintas und die Bürgermeisterin bedankten sich für den Einsatz und die großzügige Unterstützung aus Holdorf und Handorf-Langenberg.

 

 

 

Kurzer Reisebericht des Litauen-Transport vom 20. – 27. Juni 2003

Müde und ein wenig erschöpft waren sie doch, als die MitfahrerInnen unserer Litauentruppe nach 8 Tagen aus unserer Partnergemeinde Pasvitinys am Freitag zurück kamen. Eine einzigartige Gastfreundschaft erleben und festzustellen, dass es mit der Restaurierung des sogen. Dechantenhauses rasch vorangeht, dass lässt jedoch alle Mühen vergessen!

Eine besondere Anerkennung gilt den 7 Mitgliedern des Holdorfer Anglervereins und auch einigen Transportbegleitern, die buchstäblich geschuftet haben um das Dechantenhaus zu neuem Glanz zu bringen. Wir sind mit der Sanierung ein großes Stück weiter gekommen; bald ist es geschafft!

Ein eindrucksvolles Erlebnis war der Besuch des deutschen Soldatenfriedhofs in Klaipeda (früher Memel). Dort liegt der Onkel unseres Bürgermeisters, Heinrich Muhle aus Varnhorn, begraben. 1944 ist er im Memelgebiet gefallen. Es war ergreifend für uns alle, als wir mit seinem Bruder Bernard und seinem Neffen Gerd Muhle nach 59 Jahren zum ersten Mal an seinem Grab standen und für ihn beteten. Allen, die die Strapazen des Hilfstransportes auf sich genommen haben – besonders natürlich den fleißigen Handwerkern - , gilt unser aller herzlicher Dank!

Eines ist uns allen wieder klar geworden: Unsere Partnerschaft mit Pasvitinys in Litauen macht Sinn!

 

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Die Partnerschaft zwischen Holdorf und Pasvitinys (Litauen)

 

Seit nunmehr fast zehn Jahren besteht eine Partnerschaft zwischen Holdorf und Pasvitinys. Im Juni 2005 startete schon der 9. Hilfstransport in unsere Partnergemeinde nach Litauen. Beim jüngsten Arbeitseinsatz stellten die fleißigen Helfer zwei Spielgeräte auf. Eine Karusselschaukel und eine Doppelschaukel, die durch eine Spende der Haupt- und Realschule für die Kinder in Pasvitinys angeschafft werden konnte. Natürlich waren auch viele andere wichtige Materialien unter den insgesamt 9 Tonnen Hilfsgütern, die die Holdorfer und Handorf-Langenberger im Gepäck hatten. "Es geht langsam bergauf in der litauischen Gemeinde!" sagte Angela von Grafen nach der letzten Reise. Doch damit sich jeder einen Eindruck von unserer Partnergemeinde machen kann, wie es anfangs aussah und was sich in der Zwischenzeit getan hat, haben wir hier einige Fotos vom Beginn der Partnerschaft bis heute zusammengetragen ...


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Aktuelles und Annahmetermine


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