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auf der Gemeindeseite St. Johannes-Baptist, Steinfeld

 

Geschichte

 

Im Jahre 1187 wurde die Pfarrgemeinde gegründet.

Die Einwohner der Bauerschaften Schemde, Mühlen und Holthausen hatten über den weiten gefahrvollen Weg zur Pfarrkirche in Damme geklagt.

 

Daraufhin gestattete Bischof Arnold von Osnabrück im Jahre 1187 den Steinfeldern, die aus eigenen Mitteln eine Kirche gebaut hatten, sich von der Mutterkirche Damme loszulösen und bewilligte für die neue Kirche (ecclesia Stenvelde) einen Geistlichen. Die Pfarrangehörigen durften den Pfarrer selber wählen. Es ist das einzige Präsentationsrecht im Oldenburger Land, das bis zur Gründung der Kapellengemeinde Mühlen im Jahre 1926 ausgeübt wurde. Die Pfarrangehörigen wählten den Pastor, der dann vom Bischof ernannt wurde.

 

Die Kirche stand auf dem jetzigen Rathausplatz und war von einem Friedhof umgeben. Eine fast 200 Jahre alte Platane ist noch als alte Grabpflanze zu sehen. Die Kirche war verschiedene Male zerstört worden.

 

Im 30-jährigen Krieg wurde sie 2mal ein Opfer der Flammen. Wegen der Armut der Bevölkerung wurden die zerstörten Kirchen nur behelfsmäßig wieder aufgebaut. In einem Visitationsbericht vom 09. August 1652 lesen wir: „Im Laufe der Zeiten hat die Kirche so viele Umwandlungen erfahren, dass ihre jetzige Gestalt mit der ursprünglichen nichts mehr gemein hat.

 

Die Zahl der Einwohner war von Jahr zu Jahr größer und die Kirche einfach zu klein geworden." Dazu war sie sehr baufällig. In unmittelbarer Nähe wurde im Jahre 1897/1899 ein dreischiffiger, neugotischer Backsteinbau mit Querhaus mit ca. 1.000 Sitzplätzen errichtet.

 

Die meisten Gegenstände, von den Altären bis zur Orgel, wurden in die neue Kirche übernommen. Die Konsekration der Kirche war am 16. November 1899 durch Bischof Hermann Dingelstad. Auf dem Fundament der alten Kirche wurde die Schule errichtet und der alte Kirchhof wurde Schulplatz. Heute ist dieses Gelände Rathausplatz.

Zum Kirchspiel Steinfeld gehören: der Ort Steinfeld und die Bauerschaften: Düpe, Harpendorf, Holthausen, Lehmden und Schemde. 1967 wurde die Tochtergemeinde Mühlen abgetrennt.

Im Jahre 1907 wurde das St. Franziskus-Stift als Krankenhaus errichtet. Bis 1990 übernahmen die Franziskus-Schwestern aus Münster/St. Mauritz die Krankenpflege. Dieses Stift wurde ab 1979 zum psychiatrischen Pflegeheim mit 100 Plätzen umstrukturiert.

 

Für die Gruppen- und Vereinsarbeit stehen das alte Pfarrhaus von 1857 und das Kolpinghaus, früher Küsterhaus, zur Verfügung.